Kleinteilige Landwirtschaft wird gefördert

07.10.2016

Spreewald © Wolfgang Herkltoz

Lehde. Das Spreewalddorf, eines der authentischsten wendisch-sorbischen Dörfer,  feierte das 25. Lehdefest. Die Besucher erwartete eine vom Biospärenreservat gestaltete Festmeile und ein buntes Programm. Zum Erhalt der spreewaldtypischen Landschaft hat das Agrar- und Umweltministerium eine eigene Förderrichtlinie im Rahmen des EU-Agrarfonds ELER aufgelegt. Gerade auch Landwirte in der Gemarkung Lehde erhalten hier eine zusätzliche Unterstützung. Das Ziel des Förderprogramms ist der Erhalt einer durch kleinteilige Landwirtschaft geprägten Kulturlandschaft. Bei der Bewirtschaftung und Pflege von Spreewaldwiesen darf die Einzelflächengröße von drei Hektar nicht überschritten werden. Die Parzelle muss eine Mindestgröße von 0,02 Hektar aufweisen.


So wird ein Ausgleich von Einkommensverlusten gezahlt, der durch die Bewirtschaftung von zersplitterten und zum Teil nur über den Wasserweg erreichbaren Kleinstflächen, die einen hohen Grundwasserstand aufweisen, verursacht wird. Die Flächen müssen zudem Teil der ausgewiesenen Gebietskulisse im Landschaftsschutzgebiet Biosphärenreservat Spreewald sein. Gefördert wird die erschwerte Bewirtschaftung und Pflege von Spreewaldwiesen (Mäh- oder Standweide): Die Zuwendung beträgt jährlich bei  Mähnutzung oder Mähweide mit Technikeinsatz und Landtransport 75 €/ha, bei Flächen, die nur über den Wasserweg erreichbar sind sogar 180 €/ha. Standweide wird mit 50 €/ha bezuschusst. Für das Antragsjahr 2015 haben 125 Antragsteller über die besagte Förderrichtlinie für rund 2 100 ha eine solche Ausgleichszahlung in Höhe von rund 160 000 € erhalten.

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