Kernobsternte: Geringe Erwartungen

06.09.2017

© Sabine Rübensaat

Wesendahl. In jedem Jahr begeht der Gartenbauverband Berlin-Brandenburg e. V. in einem seiner Mitgliedsbetriebe den offiziellen Start in die Kernobstsaison. Am 6. September luden Verbandspräsident Klaus Henschel und Brandenburgs Agrar- und Umweltminister Jörg Vogelsänger zu diesem Ereignis auf die Apfelplantage der Brandenburger Obst GmbH im Altlandsberger Ortsteil Wesendahl ein.



Mit dem letzten Saisonstart des Verbands in diesem Jahr verbinden die Gärtner den Aufruf, Äpfel und Birnen aus regionaler Produktion zu kaufen. „Unsere Gartenbauer verfügen über ein großartiges Know-how und mit Blick auf den Metropolenraum um Berlin über gute Vermarktungschancen“, so ­Agrarminister Vogelsänger. ­Neben der Förderung von Investitionen und Vermarktung unterstützt das Land im Rahmen der in dieser EU-Förderperiode neu angebotenen Innovationspartnerschaften gerade auch An­träge aus dem Gartenbau.


Der Apfel ist mit 873 ha im Land die dominierende Obstart und bestimmt somit wesentlich das Ergebnis der Gesamtobsternte. Schwerpunktanbaugebiete sind die Landkreise Märkisch-Oderland, Potsdam-Mittelmark sowie die kreisfreie Stadt Frankfurt (Oder). Die Wertschöpfung aus gartenbaulicher Tätigkeit wird mit mehr als 230 Mio. € angegeben. Gartenbaubetriebe sichern mit mehr als elf Prozent der Beschäftigten in der Primärproduktion sowie den vor- und nachgelagerten Bereichen Arbeit und Einkommen im ländlichen Raum.



In diesem Jahr ist nach Schätzung des Agrar- und Umweltminis­teriums eine unterdurchschnittliche Apfelerntemenge von etwa 18 000 t (2016: 28 000 t) zu ­erwarten. Weiterhin gehen erste vorläufige Prognosen von einem Apfelertrag von 204 dt/ha aus. Frostnächte im Frühjahr und ­extreme Wetterlagen verursachten in diesem Jahr erhebliche Verluste. 

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