Jubiläumsschau 25 Jahre Uckermärker

26.04.2018

© Sabine Schmidt

In bester Weise verkörpert der Bulle Ingolf Pp* das Rasse-Ideal der Uckermärker. Links Gerd Zielke, Vorsitzender der Interessengemeinschaft, mit dem Bullen Samu PP* auf der MeLa 2017.

Keine andere Fleischrindrasse hat in den vergangenen Jahren eine derartige Entwicklung genommen wie die Uckermärker.  Sie sind Deutschlands jüngste Fleischrinderrasse und haben sich in den vergangenen Jahren im Norden Deutschlands einen festen Namen gemacht und sind sowohl in Brandenburg als auch Mecklenburg-Vorpommern die Fleischrinderrasse mit dem größten Herdbuchbestand! Mit rund 4.000 Herdbuchkühen sind die Uckermärker sogar Platz 5 im Rassereigen der Fleischrinder in Deutschland.


Einer Handvoll engagierter Züchter ist es zu verdanken, dass  buchstäblich im letzten Augenblick der sogenannte Genotyp 67, der in den 70er-Jahren aus der Kombination von Fleckvieh und Charolais hervorgegangen ist, später in sich weitergezüchtet wurde und im ­Osten Deutschlands bei den Landwirten hohe Wertschätzung genoss, vor dem züchterischen Aus bewahrt werden konnte. Wichtige Meilensteine waren dabei die Anerkennung unter dem Namen „Uckermärker“ als jüngste deutsche ­Fleischrinderrasse im März 1993 und die Gründung der Interessengemeinschaft Uckermärker im April 1993.

 

Alleskönner stark nachgefragt


Uckermärker gehören zu den ­großrahmigen, intensiven Fleisch­rindrassen. Gezüchtet werden anpassungsfähige Weiderinder, die marschtüchtig und mit guten Gliedmaßen und Klauen ausgestattet sind, über ein hohes Raufutteraufnahmevermögen sowie ein ruhiges Temperament verfügen. Das Zuchtziel fordert Tiere mit viel Länge, Breite und Tiefe sowie ausgeprägter Bemuskelung an Schulter, Rücken und Keule. Es sind aber weniger die Extreme, sondern es ist eher die ausgewogene Kombination der Eigenschaften, die für die Rasse sprechen. Uckermärker sind ein bisschen wie „Multi-Talente“ und deshalb als wirtschaftliche Mutterkühe unter vielfältigen Standort- und Produktionsbedingungen beliebt. Sie kommen aber auch als Zuchtbullen für die Reinzucht und die Gebrauchskreuzung zum Einsatz und sind bei den Mästern stark nachgefragt.


Als Mutterkühe sollen Uckermärker leichtkalbig, milchreich und ausgeprägt mütterlich sein und dabei frohwüchsige Kälber aufziehen. Der Mäster schätzt insbesondere die hohen tägliche Zunahmen, das lang anhaltende Fleischwachstum und die sehr guten Schlacht­körper mit hoher Ausschlachtung und hohem Fleisch­anteil. Inzwischen hat auch die Steakhauskette BLOCKHOUSE die Uckermärker und deren Fleischqualität für sich entdeckt.


Auch wenn die Uckermärker nach wie vor ihr Hauptverbreitungsgebiet im Nordosten Deutschlands haben und in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern zu den zahlenmäßig stärksten Fleischrindrassen gehören, sind sie dennoch längst keine rein regionale Rasse mehr. Erste Betriebe in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Hessen, aber auch in Polen, Tschechien und Luxemburg, haben die Uckermärker ebenfalls für sich entdeckt. Diese Erfolgsgeschichte gibt Anlass, 2018 das Jubiläum der Rasse gebührend zu feiern.

 

Schauwettbewerb am 12. Mai


Daher plant die Interessengemeinschaft Uckermärker eine bundesoffene Jubiläumsschau „25 Jahre Uckermärker“ im Rahmen der Brandenburgischen Landwirtschaftsausstellung (BraLa) 2018 in Paaren/Glien, zu der alle Züchter, Freunde, Unterstützer und Weggefährten der Uckermärker sowie alle an der Rasse Interessierten ganz herzlich eingeladen sind.


Ein vielfältiges Programm rund um die Uckermärker wird dazu vorbereitet. Den Höhepunkt bildet dabei der bundesweit offene Schauwettbewerb am 12. Mai 2018. Außerdem ist eine Vortragsveranstaltung mit interessanten Referenten zum Stand und zur Entwicklung der Rasse vorgesehen. Aus Anlass des Jubiläums soll die Rassechronik aktualisiert und modernisiert werden. Dar­über hinaus erwartet die Teilnehmer ein Züchterabend.

 

Aus dem Zeitplan
Die Jubiläumsschau beginnt am 12. Mai um 10.30 Uhr im Großen Ring, es schließt sich die Vortragsveranstaltung in der Brandenburghalle ab 16 Uhr an. Zum Züchterabend lädt die Interessengemeinschaft am 12. Mai ab 19 Uhr in die Schaubrauerei ein. 

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