Jagdschneisen in Maisfeldern

07.04.2017

© Sabine Rübensaat

Weniger Papierkram für die Landwirte in Brandenburg: Die Landesregierung vereinfacht den Umgang mit Jagdschneisen in Maisfeldern. Wollen Brandenburgs Bauern demnächst also Agrarförderung beantragen, müssen sie die eigens angelegten Streifen zur Jagd auf die Schwarzkittel nicht mehr umständlich aus ihren Ackerflächen herausrechnen. „Das bedeutet für uns Landwirte eine große Erleichterung“, sagt Henrik Wendorff, Präsident des Landesbauernverbandes Brandenburg. „Wir freuen uns, dass unsere Forderungen im Landwirtschaftsministerium Gehör gefunden haben und wir somit wieder zu einem einfachen Umgang zurückkehren können. Für uns ist das eindeutig ein Schritt zu einem besseren Schutz unserer Felder vor Wildschweinen.“


Bis 2014 hatte die vereinfachte Regelung, die jetzt wieder eingeführt wird, schon einmal bestanden, war dann aber durch eine neue EU-Nomenklatur abgeschafft worden. „Der hohe bürokratische Aufwand, diese kleinen Flächen herauszurechnen, hat viele Bauern in der Folge davon abgehalten, Bejagungsschneisen anzulegen“, sagt Henrik Wendorff. „Die Streifen, die wir jetzt wieder ohne größere Hürden anlegen können, werden den Jägern dabei helfen, die Zahl der Schweine auf einem verträglichen Niveau zu halten. Für uns ist das wichtiger Impuls der Landesregierung.“ Brandenburgs Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger sagt zur Neuregelung: „Wir haben uns gern beim Bund dafür stark gemacht, dass es diese einfache Möglichkeit jetzt wieder gibt.“


Brandenburg leidet seit Längerem unter einer stark anwachsenden Wildschweinpopulation. Die Tiere verwüsten immer wieder insbesondere Maisfelder und vernichten die Ernte. Eine Reduzierung des Bestandes dient auch als Schutz vor der Afrikanischen Schweinepest.

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