Jagdjahr 2014/15: Beim Schalenwild zugelegt

22.02.2016

© Johannes Müller

Die Rehwildstrecke ging zum Vorjahr um fünf Prozent zurück.

Im Land Brandenburg wurden im zurückliegenden Jagdjahr insgesamt 163 962 Stück Schalenwild erlegt und damit zwei Prozent mehr als im Jahr davor. Es ist die fünfthöchste jemals in Brandenburg erreichte Strecke.  Bei Betrachtung der einzelnen Schalenwildarten werden unterschiedliche Trends deutlich. Während die Strecken bei Rot-, Muffel- und Schwarzwild anstiegen, wurden bei Dam- und Rehwild weniger Tiere erlegt als im Vorjahr.  Die Rotwildstrecke ist erstmals fünfstellig und beträgt 10 488 Stück, sie ist um sechs Prozent höher als im Vorjahr. Über 1 000 Stück Rotwild lagen in den Landkreisen Oder-Spree und Ostprignitz-Ruppin auf der Jahresstrecke, teilt das Agrar- und Umweltministerium mit.


Seit der Rekordstrecke 2012/2013 sinkt die Damwildstrecke. Sie erreicht im Jagdjahr 2014/2015 insgesamt eine Höhe von 12 377 Stück, fünf Prozent weniger als im Jahr zuvor. Die höchsten Anteile an der Landesstrecke erbrachten die Landkreise Oberhavel, Potsdam-Mittelmark und Uckermark. Im letzten Jagdjahr wurde zudem eine Strecke von insgesamt 839 Mufflons realisiert,  was eine Streckensteigerung von zwölf Prozent bedeutet. Der Landkreis Oberhavel trug fast 40 % zur Landesstrecke bei.  Parallel zur Streckenentwicklung beim Damwild sinkt seit zwei Jagdjahren auch die Rehwildstrecke. Im Jagdjahr 2014/2015 stehen insgesamt 69 401 Rehe zu Buche, ein Streckenminus von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die höchsten Strecken im aktuellen Zeitraum verzeichneten die Landkreise Uckermark, Oder-Spree und Prignitz.


Die Schwarzwildstrecke umfasst im Jagdjahr 2014/2015 insgesamt 70 857 Stück, was eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr von zwölf Prozent bedeutet. Damit hat das Schwarzwild den höchsten Anteil an der Schalenwildstrecke des Landes Brandenburg. Die mit Abstand höchste Schwarzwildstrecke (8 893 Stück) konnte in der Uckermark realisiert werden Auch bei den Niederwildarten sind unterschiedliche Streckentrends zu verzeichnen. Es wurden insgesamt 3 092 Feldhasen erlegt, 41 Exemplare mehr als im Vorjahr. 63 % der Strecke sind Verkehrsopfer. Gesunken ist die Kaninchenstrecke – insgesamt stehen diesmal 66 Exemplare zu Buche, im Vorjahr waren es noch 83. Leicht ansteigend ist die Fasanenstrecke, im betrachteten Zeitraum konnten 1 192 Exemplare erlegt werden, ein Plus von 17 %. Im Landkreis Märkisch Oderland konnten die jeweils höchsten Hasen- und Fasanenstrecken des Landes erzielt werden.


Am deutlichsten ist der Streckenanstieg bei den Enten ausgefallen (56 %). Insgesamt weist die Strecke 16 292 Exemplare auf, meist Stockenten, aber auch 137 Tafel- und 117 Krickenten. Die höchste Entenstrecke wurde aus dem Landkreis Elbe-Elster gemeldet. Die Gänsestrecke beträgt 4 761 Stück, über die Hälfte davon waren Graugänse. Das Ergebnis liegt mit acht  Prozent über dem des  Vorjahres. In der Prignitz wurden die meisten Gänse erlegt.


Die Strecken der Raubwildarten zeigen einheitlich einen deutlichen Aufwärtstrend. Im Jagdjahr 2014/2015 konnten insgesamt 24 606 Rotfüchse erlegt werden, das sind acht Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Märkisch-Oderland meldete die höchste Strecke.  Auch die Strecke beim Steinmarder stieg um zehn Prozent auf nun 1 440 Exemplare an. Die höchste Strecke erreichte Potsdam-Mittelmark. Die Dachsstrecke hat mit 4 002 Exemplaren eine neue Höchstmarke erreicht, die Steigerung gegenüber dem Vorjahr beträgt sieben Prozent; das ist in diesem Jagdjahr die kleinste Steigerungsrate aller betrachteten Raubwildarten. Auch beim Waschbären wächst die Jagdstrecke stetig weiter an, in diesem Jagdjahr um zwölf Prozent auf die abermals neue Rekordhöhe von 24 090 Exemplaren.


Im Jagdjahr 2014/2015 steigt die Strecke beim Marderhund um 14 % gegenüber dem Vorjahr an und erreicht eine Höhe von 6 628 Exemplaren. In der Uckermark wurden die meisten Dachse, Waschbären und Marderhunde Brandenburgs erlegt. Auch die Minkstrecke folgt dem Raubwildstreckentrend dieses Jagdjahres und steigt laut Agrar- und Umweltministerium um 17 % auf 200 erlegte Exemplare an.

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