INKA BB





Welche Maßnahmen sind die geeignetsten, um Bodenfruchtbarkeit und –leben zu fördern? Was heißt es, den Boden in modernen Landnutzungssystemen zu bearbeiten? Diese Fragen standen im Mittelpunkt eines Forums zur Bodenbearbeitung auf der diesjährigen Landwirtschaftsausstellung BraLa in Paaren. Veranstaltet wurde es vom Innovationsnetzwerk Klimaanpassung Brandenburg Berlin INKA BB gemeinsam mit dem Landesbauernverband. Den Vorträgen von Wissenschaftlern der Gesellschaft für Konservierende Bodenbearbeitung und des Zentrums für Agrarlandschaftsforschung schlossen sich Berichte von Praktikern an. Sie legten dar, wie sie mit dem Boden auf nachhaltige Weise umgehen und Bodenbearbeitung sowie Fruchtfolge an die Klimaänderungen anpassen. Zudem wurden langjährige Praxisversuche zu verschiedenen Verfahren der Bodenbearbeitung auf leichten Böden ausgewertet. Gerade diese Vorträge am zweiten Tag der BraLa stießen auf großes Interesse der Fachbesucher, berichtet Werner Franke, Fachreferent beim Landesbauernverband. „Selbst für gestandene Praktiker gab es viele Anregungen, wie beispielsweise die Nahrungsangebote für  Bodenorganismen verbessert werden können.“

Eine Fülle an Informationen vermittelten die weiteren Foren an allen Tagen der Landwirtschaftsausstellung, wenngleich sie nicht auf die erhoffte Resonanz stießen. Dabei standen durchaus spannende Themen auf der Tagesordnung, so die Vorstellung des „Klima- Bobs“. Die Abkürzung steht für eine klimaflexible Bodenbearbeitung und beinhaltet eine Wissensplattform rund um den Anbau von Pflanzen. Bestandteil ist die Entwicklung eines Online-Programms, das den Landwirten hilft, die für ihre Standortbedingungen, Anbauziele und den jeweiligen Bodenzustand geeignetste Technik der Bodenbearbeitung herauszufinden.


Auf seine Kosten kam ebenfalls, wer sich Informationen über Agroforstsysteme erhofft hatte. Aus erster Hand gab es Erfahrungen beim Anbau, bei der Ernte und Verwertung von Kurzumtriebsplantagen, die in der Agrarland GmbH Felixsee gesammelt wurden. Die Foren vermittelten praktische Hinweise aber auch zum Einsatz geeigneter Sorten bei Getreide, Mais und Ölsaaten. Nicht zuletzt ging es um eine effektive Bewässerung und Grünlandbewirtschaftung, insbesondere um eine nachhaltige Wasserbewirtschaftung in großen Niederungen und die Nutzung von Niedermoorstandorten.

Den zum Teil ausgiebig diskutierten Foren schloss sich eine Präsentation der jeweiligen Technik an. Bewusst war das INKA BB-Vortragszelt am Eingang zum Messegelände platziert worden, um die sich anschließende Freifl äche für Vorführungen nutzen zu können.


So konnten nicht nur der neue Mähhacker für Kurzumtriebsplantagen begutachtet, sondern auch verschiedene Formen der Bodenbearbeitung demonstriert werden. „Besonderes Interesse fanden der Einsatz des Ringschneiders und der Paludiraupe, aber auch die Demonstration des sogenannten Strip-Till-Verfahrens, also der streifenweisen Bestellung“, berichtet Franke. Die Vorführungen stießen durchaus auch auf das Interesse von Nichtlandwirten. Insgesamt wurden an allen vier Tagen rund 700 Besucher allein bei den Technikvorführungen gezählt. In jedem Falle wird es auch auf der nächsten BraLa eine gleichartige Präsentation geben, versichert Franke. „Allerdings muss es uns gelingen, noch mehr Besucher anzusprechen und einzubeziehen.“

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