Holzverkäufe in Chorin

30.01.2018

© Jan Engel/LFB

Die stärkste Eiche auf dem Wertholzplatz Chorin mit einem Volumen von 3,18 fm wurde von sechs Interessenten beboten und wechselte für 3.336 € den Besitzer.

Bei den traditionellen Holzverkäufen in Chorin (Barnim) wurden nahezu 1.800 Festmeter (fm) Nadel- und Laubholz mit einem Gesamterlös von 555.834 € versteigert (Vorjahr: 376.000 €), davon für Laubholz 453.582 € (Vorjahr: 252.000 €) und für Nadelholz 102.252 € (Vorjahr: 114.000 €). Zum 26. Mal kam Nadelwertholz unter den Hammer. Für Laubwertholz war es bereits die 28. Submission. Angeboten wurden insgesamt 858 fm Nadelholz und bei Laubholz 944 fm.


„Die Erwartungen wurden erfüllt, die Preise entsprechen in etwa der Marktlage“, sagte Auk­tionsleiter Thilo Noack, Fachbereichsleiter Nachhaltige Nutzung im Landesbetrieb Forst Brandenburg. Die über 1.500 Stämme wurden fast vollständig verkauft und erzielten ähnliche Erträge wie im Vorjahr. Nadelholz wurde zu 99 %, das Laubholz zu 93 % verkauft. Vor allem die Eiche brachte gute Ergebnisse und erfüllte unsere Erwartungen, so der Auktionsleiter. Bei Kiefer wurde dies ebenso verzeichnet. Der Holzmarkt sei gegenwärtig gut.

 

Die Sturmereignisse haben die Preise kaum beeinflusst und die Auftragslage der Holzindustrie stimme optimistisch. Doch haben diese gegenwärtig das Problem, die Bestände aus den Wäldern zu bekommen. Der Zustand der Waldwege ist durch die anhaltende Feuchtigkeit schlecht und kann nur spärlich genutzt werden, sagte Noack. Glücklicherweise spiele die Bläue (eine Pilzerkrankung) bei den Stämmen derzeit keine Rolle.


Die Durchschnittspreise lagen bei 521 €/fm (Laubholz)  bzw. 121 €/fm (Nadelholz). Traditionell wurde damit auch die Kiefer gewürdigt, deren Rolle auch zukünftig wachsen wird, ist sich der Fachmann sicher.


Insgesamt beteiligten sich 13 Bieter bei der Auktion. Auch Vertreter aus Polen waren dabei, die erfolgreich Bestände ersteigern konnten, so Noack. Es war ein erfolgreicher Auftakt der neuen Forstsaison. Erfreulich: Nadelholz blieb zu 60 % in Brandenburg, 24 % gingen nach Sachsen und der Rest nach Niedersachsen. Bei  Laubholz blieben 33 % in Brandenburg, 27 % gingen nach Niedersachsen.


Die Holzverkäufe erfolgten ausschließlich gegen schriftliches Gebot in Form einer Submission. Der Verkauf gegen schriftliches Gebot, faktisch der geheimen Bieter-Auktion, habe sich durchweg bewährt und wird so fortgeführt, sagt Noack. Gefragt ist derzeit Sägeholz für die Möbelherstellung und Häuslebauer sowie Laubholz für die Möbel- und Furnierindus­trie. Daraus resultieren wahrscheinlich auch die guten Preise für die Eichen. Das Profil der Kundschaft im Vergleich zu den Vorjahren habe sich kaum verändert, so der Fachmann. „Unsere Stammkunden aus Brandenburg und Sachsen halten die Treue und sind auch für das kommende Jahr avisiert.“ Diese haben auch den Hauptteil des Holzes ersteigert.


Gastgeber der Auktion war in alter Tradition die Landeswaldoberförsterei Chorin, die knapp 20.000 ha Wald, von der Grenze zur Uckermark bis an den Berliner Stadtrand, bewirtschaftet. Aus der Serviceeinheit Kyritz wechselte ein Eichenstamm für 4.505 € den Besitzer. Das höchste Gebot je Festmeter lag für eine Eiche bei 1.839 € pro Kubikmeter (Vorjahr: 1.796  €), sagte Funktionsförster Holzvermarktung Friedemann Heims, der für die statistische Auswertung der Auktion zuständig war. Der Durchschnittspreis lag bei der Kiefer nahezu unverändert bei 119 € (Vorjahr: 120 €). Bei den anderen Holzarten wurden folgende Durchschnittspreise je Festmeter erzielt: Eiche: 551 €, Lärche: 177 €, Esche: 203 € und Ahorn: 265 €.


Das höchste Gebot je Festmeter lag für eine Eiche bei 1.839 € pro Kubikmeter (Vorjahr: 1.796 €). Insgesamt waren acht verschiedene Holzarten im Angebot.
Das Geld hilft bei der Verbesserung der wirtschaftlichen Lage der einheimischen Forstbetriebe und sichert die Finanzierung notwendiger Pflegemaßnahmen zur Gesunderhaltung des Waldes, sagte Ellen Schliecker, Leiterin Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Landesbetrieb Forst Brandenburg.

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