Holzauktion: Gelungener Auftakt

02.02.2015

© Stefan Adam

Zufrieden: Auktionsleiter Thilo Noack.

Bei den traditionellen Holzverkäufen in Chorin (Barnim) wurden 714 Festmeter Nadelholz und 457 fm Laubholz mit einem Gesamterlös von 194 442 Euro versteigert. „Die Erwartungen wurden erfüllt, die Preise entsprechen der Marktlage und sind im Vergleich zum Vorjahr sogar leicht gestiegen“, sagte Auktionsleiter Thilo Noack. Die Bestände wurden fast vollständig verkauft.  Die Durchschnittspreise lagen bei 425 €/fm (Laubholz)  bzw. 125 €/fm (Nadelholz). Insgesamt beteiligten sich 17 Bieter bei der Auktion. Auch ein Vertreter aus Polen war dabei. „Ein erfolgreicher Auftakt der neuen Forstsaison, wo fast alle Bieter Holz ersteigern konnten“, so der Fachmann.

Die Holzverkäufe erfolgten ausschließlich gegen schriftliches Gebot in Form einer Submission, so wie in den vergangenen Jahren. Aufwand und Nutzen müssen im Verhältnis stehen, so Noack. Der Verkauf gegen schriftliches Gebot, faktisch der geheimen Bieter-Auktion, habe sich bewährt. Überwiegend ist derzeit Sägeholz für die Möbelherstellung und die Häuslebauer gefragt. Ein positiver Trend durch Export führt zur Marktbelebung, so der Fachmann.  Zudem habe sich das Profil der Kundschaft zu den Vorjahren verändert. Sie lebt von sehr kurzfristigen Verträgen, was wahrscheinlich Auswirkungen globaler Sanktionspolitik ist.

Stark nachgefragt

Die Nachfrage ist bei den Massensortimenten teilweise größer als das Angebot. Die Furnierindustrie ist etwas im Kommen, vor allem bei Eiche. Die Möbelindustrie wird durch spontane Aktionen stark beeinflusst. Dennoch sind die traditionellen Stammkunden weiter vertreten und halten den Meistgebotsverkäufen nun schon seit Jahrzehnten die Treue. Diese haben auch den Hauptteil des Holzes ersteigert, wobei über die Hälfte nach Sachsen ging, freute sich Noack. „Vor allem die Eiche hat die Erwartungen deutlich übertroffen.“ Die Nachfrage nach Kiefer durch die Furnierindustrie sei konstant. Die orkanartigen Stürme der letzten Monate hatten mengenmäßig keinen Einfluss für die Einlieferungen.

Gastgeber der Auktion war die Landeswaldoberförsterei Chorin. „Wir bewirtschaften knapp 20 000 Hektar Wald, von der Grenze zur Uckermark bis an den Berliner Stadtrand“, sagte Oberforstrat Eberhard Luft. Im vergangenen Jahr konnte die Oberförsterei etwa 76 000 fm verkaufen.

Für die Submission wurden von uns  insgesamt 130 Festmeter angeliefert, davon 87 fm Kiefer, 39 fm Eiche sowie Kleinmengen von Berg-Ahorn und Vogel-Kirsche. Während das Laubholz von elf  Kunden beboten wurde, gab es für Nadelholz sechs Bieter. Nadelholz wurde zu 88 % verkauft, das Laubholz zu 93 %. Angeboten wurden: 698 fm Kiefernholz, 56 fm Douglasie und 44 fm Lärchenwert- und -sägeholz.  Bei Laubwert- und -sägeholz waren im Angebot: 364 fm Eiche, 79 fm Esche, 17 fm Erle, elf  Festmeter Ahorn und fünf Festmeter sonstiges Laubholz. Nadelholz wurde in folgende Bundesländer verkauft: 42 % nach Brandenburg, 55 % nach Sachsen und ein Prozent nach Niedersachsen. Laubholz ging zu acht Prozent nach Bayern, zu zwei Prozent nach Polen, zu 21 % nach Sachsen, zu 51 % nach Brandenburg, zu acht Prozent nach Nordrhein-Westfalen und zu  neun Prozent nach Niedersachsen.

Geld für Pflege

Aus Steinförde stammt der teuerste Eichenstamm, der zu einem Gesamtpreis von 2 476 Euro verkauft wurde. Das entspricht 1 208 Euro je Festmeter. „Ein Spitzenpreis für die Landeswaldoberförsterei“ , so Luft. Den höchsten Preis pro Festmeter erzielten ebenfalls Eichen mit 1 259 Euro.

Das Geld hilft bei der Verbesserung der wirtschaftlichen Lage der einheimischen Forstbetriebe und sichert die Finanzierung notwendiger Pflegemaßnahmen zur Gesunderhaltung des Waldes, sagte Ellen Schliecker, Leiterin Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Landesbetrieb Forst Brandenburg.

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