Handgemachte Musik und regionale Produkte

16.10.2018

© Heike Mildner

Der Festumzug ist einer der Höhepunkte in Altranft.

Das deutsch-polnische Erntefest hat eine lange Tradition. Zum 14. Mal kamen am ersten Oktobersonntag Tausende Besucher nach Altranft, um auf dem Dorfanger die schönen Seiten der nahen Grenze zu genießen. Ausgerichtet wird das Fest vom Oderbruchmuseum Altranft, Werkstatt für ländliche Kultur, das diese Aufgabe von seinem institutionellen Vorgänger, dem Freilichtmuseum Altranft, übernommen hat. Und so, wie sich das Museum in einer Neufindung, einem Transformationsprozess, befindet, soll sich auch der Charakter des deutsch-polnischen Erntefestes wandeln.

 

Der Erneteumzug war schon immer einer der Höhepunkte und auch in diesem Jahr wieder eine Augenweide. Dazu gab es ein Bühnenprogramm, präsentiert von Antenne Brandenburg, bei dem diesmal der Anteil handgemachter Musik höher war als in den Vorjahren. So spielte die Sackpfeifenkapelle Kotkowiacy traditionelle polnische Volksmusik, der Folklorechor Kariolle aus Alt Rosenthal sang Lieder  aus aller Welt, und die Jugendblaskapelle aus dem zweieinhalb Autostunden entfernten Drezdenko hatte neben „Rosamunde“ auch ganz moderne Titel im Repertoire. Auf Schlagergesang zu Playback-Begleitung wurde diesmal verzichtet – was die einen erfreut, andere vielleicht als Verlust wahrnehmen. 

 

Als das Schwierige deutsch-polnischer Begegnungen erweist sich immer wieder die sprachliche Barriere. Erstmals hatten die Altranfter Museumsleute, allen voran Produktionsleiter Tobias Hartmann, einen Versuch unternommen, diesbezüglich Hilfestellung zu geben. Paul Venuß animierte die deutschen Gäste, sich ein paar Floskeln anzueignen und Antworten auf seine Quizfragen bei polnischen Marktleuten zu erfragen. Die boten, wie ihre deutschen Kollegen, vor allem selbst hergestellte Produkte an – ganz im Sinne des Veranstalters, der sich ein Erntefest mit vielen kulinarischen und aktiv-kulturellen Begegnungen wünscht.

 

Eine Erntekrone aus Polen.                       © Heike Mildner

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