Großtrappe: Brutsaison sehr erfolgreich

20.10.2015

© Dürzan Cirano (wikipedia)

Jungvogel der Großtrappe

Potsdam. Die diesjährige Brutsaison ist die mit Abstand erfolgreichste seit den ersten Maßnahmen zum Erhalt der Großtrappe in der Mark vor gut 35 Jahren. Nach Auskunft des Landesamts für Umwelt wurden 42 Jungvögel flügge, doppelt so viele Küken wie im Vorjahr. Der Großteil wurde von ihren frei lebenden Vogelmüttern in gezäunten Arealen innerhalb der Trappenschutzgebiete im Havelländischen Luch, den Belziger Landschaftswiesen und im Fiener Bruch großgezogen. Diese Bereiche wurden eingerichtet, um die Gelege vor den zunehmenden Beutegreifern wie Waschbär, Marderhund oder Fuchs zu schützen, denen außerhalb der Zäune nahezu alle Bruten zum Opfer fallen. Sobald die Jungvögel fliegen können, nutzen sie die umliegenden Flächen.


Da der Bruterfolg in freier Wildbahn bislang nur im Havelländischen Luch für eine stabile Bestandsentwicklung ausreicht, werden die Bestände der Belziger Landschaftswiesen und des Fiener Bruchs weiterhin zusätzlich durch Auswilderung unterstützt. Dafür werden Jungvögel in der Staatlichen Vogelschutzwarte des Landesamts für Umwelt aufgezogen und nach und nach in den Wildbestand integriert. 2015 konnten mehr als 40 Jungvögel ausgewildert werden. Insgesamt erhielt der Großtrappenbestand in Deutschland somit einen Zuwachs von über 80 flüggen Jungvögeln – so viel, wie schon seit Jahrzehnten nicht mehr.

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