Großer Algenfarn im Nationalpark entdeckt

22.01.2018

© Uwe Schünmann

Criewen. Auf den Gewässern der Oder wurde kürzlich ein rotbrauner Schwimmteppich gesichtet. Es stellte sich heraus, dass es sich um die Schwimmpflanze Großer Algenfarn handelt. Das Vorkommen wurde bei einer Gebietskontrolle durch Mitarbeiter der Nationalparkverwaltung und der Naturwacht entdeckt und gilt somit als Erstnachweis im Nationalpark Unteres Odertal. Der Große Algenfarn ist eine blaugrüne Wasserpflanze, die im Herbst oft rotbraun gefärbt ist. Sie wurde aus Nord- bzw. Südamerika eingeschleppt und durch Wasservögel oder auch menschliche Aktivitäten verbreitet, da der Wasserfarn als Aquarienpflanze Verwendung findet und bei unsachgemäßem Umgang in die freie Natur gelangen kann.

 

Als ein weiterer möglicher Grund für die zunehmende Ausbreitung könnte der Klimawandel in Frage kommen. Die sich schnell vermehrende Pflanze kann bis zu einem Hektar große Schwimmdecken auf Gewässern bilden. Der Farn kann problemlos auch als Landpflanze leichte Winterfröste überdauern. Er wächst aber vor allem in nährstoffreichen Still- und Fließgewässern.


Laut Bundesamt für Naturschutz (BfN) steht der Große Algenfarn bisher noch nicht auf der Liste der invasiven Arten in Deutschland, jedoch kann bei starker Entwicklung von einer Beeinträchtigung der heimischen Tier- und Pflanzenwelt ausgegangen werden. 

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