Getreideernte

09.08.2012

Beim Roggen wird mit einem höheren Ertrag als im Vorjahr gerechnet. © Sabine Rübensaat

Ersten Ernteschätzungen zufolge rechnen Brandenburgs Landwirte in diesem Jahr bei den meisten Getreidearten und beim Winterraps mit höheren Erträgen als 2011, die aber alle unter dem sechsjährigen Mittel liegen. Allerdings ist zu vermuten, dass sich aufgrund der zurzeit unbeständigen Witterung mit immer wiederkehrenden, teils starken Niederschlägen diese erste Prognose noch negativ verändert.


Nach den Angaben des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg wird derzeit von einer Erntemenge bei Getreide (ohne Körnermais) von voraussichtlich zwei Millionen Tonnen ausgegangen. Somit ergibt sich ein Plus von vier Prozent zum Vorjahr. Im Landesmittel entsprechen die zwei Millionen Tonnen Getreide einem Durchschnittsertrag von 41,1 dt/ha. Ein Jahr zuvor waren es 39,6 dt/ha. Im Vergleich zum mehrjährigen Mittel (2006 bis 2011) sank der Hektarertrag jedoch um 13 %.


Bei dem im Brandenburger Getreideanbau dominierenden Roggen ist derzeit von einem Hektarertrag von 36,9 dt auszugehen (2011: 30,4dt/ha).


Die Ertragsschätzungen bei Brandenburgs zweitwichtigster Getreideart, dem Winterweizen, deuten schon jetzt die schlechteste Winterweizenernte seit dem Jahr 2003 an. Nach den Angaben der Landwirte liegt der Ertrag bei 49,6 dt/ha. 2011 waren es noch 53,8 dt/ha.

Eine Ertragssteigerung von sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr wird bei Wintergerste erwartet. Hier wird mit einem Ertrag von 45,1 dt/ha gerechnet. Die diesjährige Hektarleistung von Triticale liegt mit 40,0 dt um 14 % über der von 2011. Auch bei den Sommergetreidearten Hafer und Sommergerste wird derzeit von höheren Erträgen als im Jahr 2011 ausgegangen. Der Ertrag der Sommergerste wird sich auf 34,7 dt/ha belaufen (2011: 30,1 dt/ha) und der von Hafer auf 27,9 dt/ha (2011: 26,0 dt/ha).


Die in Deutschland wie auch in Brandenburg bestimmende Ölfrucht ist der Winterraps. Aktuell wird hier von einem Ertrag von 27,8 dt/ha ausgegangen. Dieser läge damit fast 25 % über dem Vorjahr (2011: 22,3 dt/ha), so das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg. PI

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