„GemüseAckerdemie“ für den Nachwuchs

11.10.2016

Radischen © Sabine Rübensaat

Woltersdorf. Seit dem Wegfall des Fachs Schulgarten ist die Vermittlung erster gärtnerischer Grundkenntnisse in den Sachunterricht oder in „Grüne Klassenzimmer“ verschoben worden. Hier und da haben engagierte Lehrer die Schulgärten erhalten und dafür Arbeitsgemeinschaften gegründet. In Summe ist aber viel verloren gegangen. „Umso verdienstvoller sind Initiativen wie die des GemüseAckerdemie e. V., die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Kinder nicht nur an den Gartenbau heranzuführen, sondern auch an Fragen der gesunden Ernährung, der Biologie, der Ökologie, der Artenvielfalt und überhaupt der Umwelt heranzuführen.“ Dies betonte  Agrarminister Jörg Vogelsänger beim Erntedankfest der Freien Schule Woltersdorf.

 

Die GemüseAckerdemie betreut zurzeit 26 Projekte in Brandenburg und Berlin. In Brandenburg sind es acht Lernorte (sechs Schulen und zwei Kitas), in Berlin 18 Lernorte (13 Schulen und fünf Kitas). Initiator Dr. Christoph Schmitz setzt auf das Thema nachhaltige Landwirtschaft. Selbst in einem landwirtschaftlichen Betrieb in Nordrhein-Westfalen aufgewachsen, promovierte er als Agrarökonom und ist heute als Wissenschaftler im Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung tätig.


Die Idee der GemüseAckerdemie ist, Kindern am Beispiel der Produktion und Vermarktung von Gemüse landwirtschaftliches Wissen und Verständnis für natürliche Wachstumsprozesse zu vermitteln. Gesundes Gemüse selbst anzubauen, zu vermarkten, zu verarbeiten und gemeinschaftliches Kochen und Essen sind ein guter Anfang, Nahrungsmittel wieder mit anderen Augen zu betrachten und damit umzugehen.

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