Förderpreis des Landesbauernverbandes

10.07.2014

© Wolfgang Herklotz

Ulrike Herbst nach der erfolgreichen Verteidigung ihrer Bachelorarbeit Ende 2013.

Am 4. Juli wurde auf der akademischen Feierstunde des Albrecht Daniel Thaer-Institutes für Agrar- und Gartenbauwissenschaft (ehemals Landwirtschaftlich-Gärtnerische Fakultät) zum Abschluss des Sommersemesters der Förderpreis des Landesbauernverbandes Brandenburg e. V. übergeben. LBV-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Scherfke gratulierte Ulrike Herbst zu ihrer Bachelorarbeit „Untersuchungen zur Bodennutzung in der Helm GbR Bückwitz/Brandenburg“ und würdigte mit der Auszeichnung die Leistung.

Scherfke betonte die Notwendigkeit von wissenschaftlicher, praxisbezogener Forschung für die Landwirtschaft. Die Vergabe des Preises ist Ausdruck der Anerkennung der individuellen Leistung, gleichzeitig aber auch ein Zeichen dafür, dass Wissenschaft und Praxis gemeinsam agieren müssen, wenn es um die Lösung von Problemen in der Schlüsselbranche Landwirtschaft geht. „Die Landwirtschaft ist eine Branche, die auf neue wissenschaftliche Erkenntnisse nicht verzichten kann“, so Scherfke. Die notwendige Produktivitätssteigerung, um die wachsende Weltbevölkerung auch weiterhin versorgen zu können, braucht wissenschaftlichen Vorlauf und die Vermittlung der neuen Erkenntnisse an die Praxis, aber auch an den Verbraucher.

Gleichzeitig wurde während der Feierstunde die Hoffnung zum Ausdruck gebracht, dass die Studentinnen und Studenten an der umstrukturierten Fakultät auch weiterhin den Blick auf die Praxis behalten und eigenständig im Bereich der Agrarwissenschaft arbeiten können. Mit der Umgestaltung und Eingliederung der bislang eigenständigen Landwirtschaftlich-Gärtnerischen Fakultät in das Albrecht Daniel Thaer-Institut für Agrar- und Gartenbauwissenschaften in der Lebenswissenschaftlichen Fakultät wurde die Chance ungenutzt gelassen, ein Kompetenzzentrum der Agrarwissenschaft einzurichten.

Ob die Streichung des Fakultätsstatus und die Eingliederung in die Lebenswissenschaftliche Fakultät der wachsenden Bedeutung der Landwirtschaft in den kommenden Jahren gerecht wird, wird sich zeigen. Fakt ist, dass die ausreichende Versorgung mit Nahrungsmitteln bei gleichzeitigem Ressourcenschutz nur mit einer stark aufgestellten Agrarwissenschaft und wissenschaftlich arbeitenden Nachwuchskräften zu meistern ist.

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