Flüssiger Wirtschaftsdünger

27.11.2017

© Sabine Rübensaat

Im Jahre 2015 wurden von etwa 1 200 Agrarbetrieben knapp 8 Mio. m3 flüssiger Wirtschaftsdünger auf Acker- und Dauergrünlandflächen ausgebracht. Damit stieg die Menge im Vergleich zu 2009/2010 um rund 16 %. Nach Meldung des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg erfolgte dar­über hinaus die Ausbringung von 1,8 Mio. t Festmist, 150 000 t Geflügeltrockenkot und 280 000 t fester Biogasgärreste. 84 % des flüssigen bzw. 97 % des festen Wirtschaftsdüngers dienten zur Düngung des Ackerlandes. Basierend auf den Ergebnissen aus der Agrarstrukturerhebung 2016 geschah dies hauptsächlich auf Stoppeln oder unbestellten Flächen. Beim flüssigen Wirtschaftsdünger wurden zu großen Anteilen Biogasgärreste (58 %) und Rindergülle (30 %) eingesetzt. Der verwendete feste Wirtschaftsdünger bestand zu 81 % aus Festmist (ohne Hühner- und Putenmist). Knapp die Hälfte des flüssigen Düngers wurde mit Schleppschlauch und 21 % mit Breitverteiler ausgebracht. Weitere 30 % wurden mit verschiedenen Injektionstechniken direkt in den Boden eingearbeitet.


Über ein Drittel des auf Stoppeln oder unbestellten Flächen ausgebrachten flüssigen Wirtschaftsdüngers wurde unmittelbar in den Boden eingearbeitet, bei weiteren 28 % lag die Einarbeitungszeit bei über einer Stunde nach der Ausbringung. Fester Wirtschaftsdünger wurde zu 75 % innerhalb von vier Stunden in die Böden eingearbeitet. Besonders stark veränderte sich die Verwendung einzelner Wirtschaftsdüngerarten zwischen 2009/2010 und 2015. So stieg die Ausbringungsmenge von flüssigem Biogasgärrest um 95 % auf 4,7 Mio. t an. Hingegen nahm die Menge ausgebrachter Rindergülle um 22 % auf 2,4 Mio. t ab. Größere Veränderungen gab es auch bei der verwendeten Ausbringungstechnik des flüssigen Wirtschaftsdüngers. So hat sich die mit Schleppschlauch ausgebrachte Menge um 66 % erhöht und stellt nunmehr die am häufigsten eingesetzte Ausbringungsmethode für flüssigen Wirtschaftsdünger dar. Begleitend gab es starke Veränderungen bei den Einarbeitungszeiten für flüssige Dünger. Lag der Anteil flüssigen Wirtschaftsdüngers, der 2010 nach mehr als einer Stunde auf Stoppeln oder unbestelltem Ackerland in den Boden eingearbeitet wurde, noch bei 64 %, ging er im Jahr 2015 auf nur noch 28 % zurück.

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