Fleischrindbullenauktion

23.02.2018

© RBB

Am 6. März 2018 findet im „Brandenburger Rindermarkt“, dem Vermarktungszen­trum der RBB Rinderproduktion Berlin-Brandenburg GmbH, die traditionelle Fleischrindbullenauktion statt. Über viele Jahre hat sich Groß Kreutz einen Namen mit hochwertigen Zuchtbullen und einem breiten Angebot gemacht. Auch in diesem Jahr bieten über 30 Brandenburger Fleisch­rindzüchter insgesamt 106 Bullen im Katalog aus sieben Rassen an – eine große Auswahl an halfterführigen Bullen mit interessantem Pedigree, überdurchschnittlichen Leistungsdaten und positiven Zuchtwerten. Bis auf einen sind alle Tiere hornlos – die Hälfte sogar reinerbig hornlos getestet.

 

Wertvolles Plus


Neben diesen Vorzügen weisen 16 Bullen ein gewisses „Extra“ auf: sie durchliefen in der Lehr- und Versuchsanstalt für Tierzucht und -haltung e. V. (LVAT) die stationäre Eigenleistungsprüfung. Die potenziellen Zuchtbullen wurden im Alter von 155 bis 305 Tagen eingestallt und ein halbes Jahr unter einheitlichen Bedingungen gehalten und gefüttert. Monatliche Wiegungen zeigen die genaue Gewichts- und Wachstumsentwicklung der Bullen. Am Ende der Prüfzeit wird bei allen Bullen per Ultraschall die Rückenmuskelfläche sowie die Fettauflage gemessen, um auch den Fleischansatz und den Grad der Verfettung bewerten zu können. Diese zusätzlichen Informationen sind objektiv ermittelt und ein wertvolles Plus an Informationen für die Selektion der zukünftigen Zuchtbullen.


Anhand der Prüftageszunahmen können Käufer sehr genau das genetische Potenzial der Bullen erkennen. Die insgesamt 24 Prüfbullen des ersten Durchganges 2017, welche am 1. Februar 2018 ausgestallt wurden, hatten durchschnittliche Prüftageszunahmen von 1.670 g (1.065–2.017 g) über alle Rassen hinweg. Sie wiesen eine Rückenmuskelfläche von 104 cm2 (80,4–126 cm2) und eine Fettauflage von 0,66 cm (0,31–1,24 cm) auf. Daraus errechnet sich ein Index für die Rückenmuskelfläche als Relation zum Lebendgewicht von 1,13 (0,96–1,29). Über eine Schätzformel, die Gewicht, Alter, Rückenmuskelfläche und Fettauflage berücksichtigt, ergibt sich bei 3,– €/kg (Basispreis für Handelsklasse R) ein monetärer Schlachterlös von durchschnittlich 1.191,01 € (823 €– 1.502,76 €).

 

Auf Tiefstreu


Die große Differenz in den Merkmalen zeigt sehr anschaulich, wie wichtig diese Prüfung ist, um das genetische Potenzial der Bullen von Umwelteinflüssen (Betrieb, Fütterung, Haltung etc.) zu trennen. Seitdem im Jahr 2005 in der LVAT der erste Prüfdurchgang eingestallt wurde, durchliefen 692 Bullen die Eigenleistungsprüfung (ohne Prüfjahrgang 2017). Die seit drei Jahren verbesserte Aufstallung auf Tiefstreu mit befestigtem Futtergang unter Außenklimabedingungen fand in der Züchterschaft großen Anklang und bewirkte eine maximale Auslastung der Station. Es ist jedem Züchter zu empfehlen, seine Genetik unter einheitlichen Bedingungen prüfen zu lassen.


Jeder Käufer und Züchter sollte die Auktionspedigrees aufmerksam lesen und die zusätzlichen Information als Entscheidungshilfe beim Kauf zu nutzen. Der Auk­tionskatalog mit allen Informationen zu den Bullen ist auf der Internetseite www.rinderzucht-bb.de veröffentlicht. Ein gedruckter Katalog kann gern bei der Abteilung Fleischrindzucht der RBB GmbH (Tel. 033207 533-025) angefordert werden.

 

 

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