Erwartungen an die Bundestagswahl

11.05.2017

© LBV

Mahnwache mit Mahnfeuer: Am Vorabend der Umweltministerkonferenz vergangene Woche in Bad Saarow versammelten sich Brandenburger Landwirte in der Nähe der Tagungsstätte. Sie forderten vor allem volle Transparenz über die Zahl der Wölfe in Deutschland und ein wirksames Wolfsmanagement.

Der Erhalt der vielfältigen Agrarstrukturen mit Familien- und Mehrfamilienbetrieben und die Anerkennung der öffentlichen Leistungen der Landwirtschaft stehen im Mittelpunkt: Genau 150 Tage vor der Bundestagswahl haben der Landesbauernverband Brandenburg und seine assoziierten Verbände die Erwartungen des Berufsstandes an die Parteien, die im Herbst bei der Bundestagswahl antreten werden, formuliert. Die insgesamt zwölf Erwartungen, die von einer erweiterten Präsidiumssitzung verabschiedet worden sind, berühren viele für Brandenburg und seine Bauern wichtige Themen. „Wir wollen damit aufzeigen, dass wir uns in den kommenden Monaten die Programmatik der Parteien genau ansehen und natürlich in unserem Sinne bewerten werden“, sagt Henrik Wendorff, Präsident des Landesbauernverbandes.


Unter anderem erwarten Brandenburgs Landwirte von den Parteien den ehrlichen Umgang mit der Landwirtschaft und den Leistungen, die sie erbringt. „Zu unseren wichtigsten Leistungen gehört die Ernährung, die wir mit hochwertigen Lebensmitteln sicherstellen“, sagt Henrik Wendorff. „Wir gehen davon aus, dass dies in Zukunft besser kommuniziert und unsere öffentlichen Leistungen dementsprechend honoriert werden.“


Ein zweiter zentraler Punkt im Erwartungskatalog der Agrarverbände ist das Bekenntnis zur modernen Nutztierhaltung: Änderungen bedürften Übergangs­fristen, um die Existenz der Betriebe nicht zu gefährden. Die Landwirte haben formuliert, dass sie von den Parteien praxistaugliche Lösungen und Finanzierungsinstrumente für die von ihnen aufgestellten Forderungen erwarten.


„Des Weiteren gehen wir davon aus, dass die Parteien sich für Rahmenbedingungen einsetzen, die eine starke und ortsansässige Landwirtschaft ermöglichen und den Generationenwechsel in den Unternehmen erleichtern“, sagt Landesbauernpräsident Henrik Wendorff.

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