Ermittlungen gegen Schlachtbetriebe

15.11.2018

Mastrinder © Sabine Rübensaat

Bonn. Dem Rinderschlachthof Standardfleisch in Oldenburg sind Deutschen Tierschutzbüro grobe Verletzungen des Tierschutzes vorgeworfen worden, die mit heimlich gemachten Videoaufnahmen untermauert wurden.

 

Nur zwei Tage später wurde Filmmate­rial der Tierrechtsorganisation Animal Rights Watch (Ariwa) von der ARD ausgestrahlt, die im brandenburgischen Bioschlachthof Hakenberger Fleisch ebenfalls grundlegende Verstöße zeigten. Wegen gravierender Verstöße gegen das Tierschutzrecht ist der Schlachtbetrieb in der Hakenberger Fleisch Gesellschaft (Hafleg) gestoppt worden. Einem Bericht der Märkischen Allgemeinen Zeitung zufolge entzog das Veterinäramt in Neuruppin, Landkreis Ostprignitz-Ruppin, den Mitarbeitern des Betriebes die Genehmigung zum Schlachten. Außerdem ermittelt die Staatsanwaltschaft Neuruppin wegen des Verdachts, dass gegen den Tierschutz verstoßen wurde. Die Tierschutzorganisation Ariwa (Animal Rights Watch) hatte Aufnahmen mit versteckten Kameras gemacht, die einen nicht sachgemäßen Umgang mit dem Bolzenschussgerät zeigten. Bei acht von 24 Rindern habe es Fehlbetäubungen gegeben, erklärte Ariwa-Pressesprecherin Sandra Franz. Auch beim Entbluten seien Fehler gemacht worden. So habe der Schlachter mehrmals zugestochen, statt darauf zu achten, dass die Tiere infolge eines schnellen Blutverlustes sterben, ohne leiden zu müssen. Mit dem Biofleisch wurden Restaurants in Berlin und weitere Kunden beliefert. 

 

In beiden Fällen wurden offenbar unzureichend betäubte Rinder getötet oder mit Elektroschockern getrieben. Gegen beide Schlachthofbetreiber, die gegenüber der Presse Fehler einräumten, wurden Strafanzeigen erstattet. 

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