Eine Punktlandung

27.01.2016

© Sabine Rübensaat

Mit dem Geld konnten – gerade in strukturschwachen ländlichen Gebieten – nachhaltige Verbesserungen erreicht werden.

Zum 31. Dezember vergangenen Jahres endete die ELER-Förderperiode 2007 bis 2013. Bis zu diesem Zeitpunkt konnten noch für laufende Fördervorhaben Mittel ausgezahlt werden. Insgesamt standen den Ländern Brandenburg und Berlin 1,5 Milliarden Euro öffentliche Mittel, davon 1,14 Milliarden Euro aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER), zur Verfügung.


„Mit einer Inanspruchnahme von 99 Prozent der verfügbaren Mittel gelang der Agrar- und ­Umweltverwaltung Brandenburg nahezu eine Punktlandung“, betonte Agrarminister Jörg Vogelsänger. Mit dem Geld konnten – gerade in strukturschwachen ländlichen Gebieten – nachhaltige Verbesserungen erreicht werden. Dies betrifft sowohl Projekte, die auf Arbeit und Einkommen im ländlichen Raum abzielen, als auch die Entwicklung der In­frastruktur, die Bewahrung des kulturellen und natürlichen Erbes, die Dorferneuerung oder
die ­finanzielle Absicherung von ­Programmen zum Schutz der ­Umwelt.
Insgesamt waren mehr als 22 000 Anträge zu bearbeiten, Bescheide zu erstellen, Kontrollen durchzuführen, Auszahlungen anzuweisen und Verwendungsnachweise zu prüfen, teilte das Potsdamer Agrar- und Umweltministerium mit.


Von den verfügbaren Mitteln wurden rund 32 % den Zielen des Schwerpunkts 1 „Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Land- und Forstwirtschaft“, 35 % den Zielen des Schwerpunkts 2 „Verbesserung der Umwelt und der Landschaft“, 26 % den Zielen des Schwerpunkts 3 „Lebensqualität im ländlichen Raum und Diversifizierung der ländlichen Wirtschaft“ sowie fünf Prozent der Umsetzung des LEADER-Ansatzes eingesetzt.


Bei den Schulungen im Rahmen der Förderung von Weiterbildungsmaßnahmen im Bereich Land- und Forstwirtschaft wurden 25 000 Teilnehmer registriert.         1 000 landwirtschaftliche Betriebe fanden mithilfe des ELER Unterstützung für Maßnahmen zur Verbesserung der Wettbewerbs­fähigkeit und des Tier- und Umweltschutzes. Gefördert wurden 900 Waldbesitzer im Bereich des naturnahen Waldumbaus sowie 215 000 Hektar Waldfläche zum Waldbrandschutz. Zur Bilanz gehören ebenso 1 500 Hektar geschützte Fläche im Bereich des vorbeugenden Hochwasserschutzes, 330 000 Hektar geförderte Fläche bei den Agrarumweltmaßnahmen in 2 700 Be­trieben. Außerdem wurden 450 Arbeitsplätze im Bereich der ländlichen Entwicklung und 57 000 Breitbandanschlüsse geschaffen. Maßnahmen zur Dorferneuerung wurden in 400 Dörfern umgesetzt.


Die detaillierte Aufarbeitung der zurückliegenden Förderperiode erfolgt mit der Erarbeitung der Abschlussdokumente.  Diese erlaubt am Ende der Förderperiode erstmals die Gesamtschau auf die Programmumsetzung, eine Bewertung aller Programmergebnisse und eine Abschätzung der Gesamtwirkungen des Entwicklungsplans für den ländlichen Raum Brandenburgs und Berlins (EPLR).


Die abschließende Fertigstellung dieses Berichts ist durch die EU-Kommission für Ende 2016 festgelegt. Er wird auf der Website www.eler.brandenburg.de veröffentlicht. Hier dokumentiert das Brandenburger Agrar- und Umweltministerium mit „Projekten des Monats“ beispielhafte Vorhaben, die mit Unterstützung des ELER in Brandenburg und Berlin mittlerweile umgesetzt werden konnten.

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