Bodenordnungsverfahren in Biesenbrow beendet

14.07.2014

© Peter Paul

Zum Dorffest in Biesenbrow wurde ein Gedenkstein enthüllt, der an den langwierigen Prozess erinnert.

Nach 18 Jahren endete am 21. Juni 2014 in Biesenbrow das Bodenordnungsverfahren. Der Weg zu diesem Erfolg war lang. Begonnen hat es mit der Anordnung des Verfahrens durch das Amt für Agrarordnung Prenzlau als Flurneuordnungsbehörde im Jahr 1996. Der Grundbesitz sollte ab diesem Jahr in Biesenbrow neu geordnet werden. Im Jahr 2000 wurde das Verfahren in Orts- und Feldlage geteilt. Zersplitterte und schlecht nutzbare landwirtschaftliche Flächen wurden zusammengelegt oder getauscht, um für die Bewirtschafter bessere Bedingungen durch Arrondierung zu schaffen.

Die 2 124 ha große Feldlage bestand aus 1 192 Flurstücken, die sich auf 560 Flurstücke verringerte. Mit der Inanspruchnahme von Fördersätzen in Höhe von 90 % wurden in der Feldlage landwirtschaftlich genutzte Wege  wie Müllerweg, Briester Weg und der Weg zum Jugendhof, aber auch „Unter den Linden“  ausgebaut. Martin Kühl als ansässiger Landwirt sprach als positiven Gewinn des Verfahrens die bessere Bewirtschaftung und die einfachere Agrarantragstellung an.

Biesenbrow erhielt knapp 1,3 Mio. € Fördermittel für die Orts- und Feldlage, wobei der Eigenanteil 300 000 € betrug. In der 56 ha großen Ortslage wurde das Boden- und Gebäudeeigentum zusammengeführt, um eine Übereinstimmung von Liegenschaftskataster und Örtlichkeit herzustellen.

Ergebnisse waren von 1996 bis 2006 Straßenneubaumaßnahmen an den „Enden“,
Gehwegerneuerungen und die Neugestaltung des Dorfangers mit Spiel- und Parkplatz. Das Verfahren brachte auch Hausbesitzer in den Genuss von
Fördermitteln. So wurden Dächer, Fassaden und Fenster erneuert.

In Erinnerung an den langwierigen Prozess enthüllten die Biesenbrower auf dem Dorffest im Beisein von Vertretern der beteiligten Behörden einen Gedenkstein. Karl Stark als Vertreter der Teilnehmergemeinschaft erinnerte an den Ausspruch des kürzlich verstorbenen ehemaligen Bürgermeisters Günter Paul. Dieser hatte sich frühzeitig um die Flurneuordnung bemüht und sie  als einen „Lottogewinn“ für Biesenbrow bezeichnet.

Peter Paul

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