Bodennutzung: Mehr Mais, weniger Getreide

13.08.2014

© Sabine Rübensaat

Silomaisernte

Potsdam. Nach dem vorläufigen Ergebnis der Bodennutzungshaupterhebung 2014 haben die Brandenburger Landwirte den Getreideanbau gegenüber dem Vorjahr um rund   23 300 ha auf insgesamt 510 300 ha verringert. Getreide steht damit auf fast der Hälfte der insgesamt 1,024 Mio. ha großen Ackerfläche Brandenburgs (2013: 52 %).

Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilt, ist sowohl der Anbau von Wintergetreide (–18 700 ha) als auch von Sommergetreide (–4 800 ha) gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Bei den beiden wichtigsten Brandenburger Wintergetreidearten Roggen und Weizen sind gegenläufige Entwicklungen zu verzeichnen. Während sich die Winterweizenfläche um 14 % ausdehnte, kam es beim Roggen zu einem sehr starken Anbaurückgang um 22 %. Winterweizen ist auf 156 200 ha und Roggen auf 184 500 ha zu ernten. Dies ist die kleinste Roggenanbaufläche seit dem Jahr 2006.

Mais wächst 2014 auf einer Rekordfläche von 195 800 ha. Noch nie stand seit 1991 so viel Mais auf Brandenburgs Feldern. Die verschiedenen Nutzungsformen von Mais (vor allem Körner- und Silomais) werden inzwischen auf 19 % des Ackerlandes angebaut.

Ölfrüchte wachsen auf 15 % des Ackerlandes. Bei diesen gab es gegenüber 2013 eine Anbauerweiterung um gut drei Prozent auf 150 700 ha. Dieser Anstieg ist größtenteils auf die um 3 200 ha gestiegene Winterrapsfläche auf 134 600 ha zurückzuführen. Der Körnersonnenblumenanbau verringerte sich dagegen um sieben  Prozent auf 12 000 ha.

Die bestimmenden Hülsenfrüchte Brandenburgs sind Süßlupinen mit 10 600 ha  und Erbsen mit 5 700 ha. Bei beiden Kulturen sind deutlich Anbauvergrößerungen um 11 bzw. 17 % zu vermelden.

Hackfrüchte werden auf 19 100 ha angebaut (+8 Prozent zum Vorjahr). Zuckerrüben sind 2014 von 9 200 ha (+7 Prozent) und Kartoffeln von 9 800 ha (+9 Prozent) zu roden. Damit ist der Kartoffelanbau gegenüber 2013 mit damals 8 900 ha wieder leicht gestiegen.

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