Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners

20.10.2016

Wald © Sabine Rübensaat

Auch wenn der Eichenprozessionsspinner in diesem Jahr wirksam bekämpft wurde, wird das Schadinsekt Brandenburg in den kommenden Jahren weiter intensiv beschäftigen. Eine interministerielle Arbeitsgruppe zur Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners im Land Brandenburg setzt sich unter der Leitung des Brandenburger Forstministeriums mit diesem Thema auseinander.

 

Bereits 2012 hatte sich die Arbeitsgruppe aus Vertretern der betroffenen Ministerien, Landkreise, Kommunen, der Landesforstverwaltung und dem Landesbetrieb Straßenwesen konstituiert. Grund hierfür war die damals massenhafte Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners in Brandenburg. Bis auf die östlichen Landkreise kommt das Schadinsekt inzwischen in ganz Brandenburg vor. Die Brennhaare der Raupen können allergische Reaktionen und gesundheitliche Schäden hervorrufen. Neu ist das Auftreten des Insekts in Brandenburg jedoch nicht. Erste Beobachtungen gehen bereits bis in das 18. Jahrhundert zurück.

 

Trotz der erfolgreichen Bekämpfung gibt es für die Fachleute keinen Grund zur Entwarnung. Der Eichenprozessionsspinner profitiert vom Klimawandel. Trockene und warme Witterung im zeitigen Frühjahr und ausbleibende Frostperioden im Winter begünstigen seine Entwicklung. In naher Zukunft ist kein natürlicher Zusammenbruch der Populationen zu erwarten. Die interministerielle Arbeitsgruppe geht davon aus, dass auch 2017 wieder eine Bekämpfung erfolgen muss.

 

Die Schwerpunkte der Verbreitung werden weiterhin in der Prignitz, in Oberhavel, im Havelland und in Potsdam-Mittelmark liegen. Eine wichtige Grundlage für die Bekämpfung, die Zulassung geeigneter Biozide, haben die zuständigen Bundesbehörden für das Jahr 2017 geschaffen, informierte das Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft.n 

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