Begehrter Boden

23.08.2016

© Wolfgang Herklotz

Im Jahr 2015 wurden im Land Brandenburg insgesamt 3 625 Verkäufe landwirtschaftlicher Grundstücke erfasst. Das waren 320 Veräußerungsfälle mehr als im Jahr 2014, teilt das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mit. Für rund 410 Millionen Euro wechselten 33 079 ha ihren Eigentümer. Der durchschnittliche Kaufwert lag bei 12 407 €/ha und erreichte damit seinen höchsten Wert seit 1991.


Nachdem im Jahr 2014 gegenüber 2013 ein deutlicher Rückgang der Zahl der Verkäufe von landwirtschaftlichen Grundstücken zu verzeichnen war (-676 Kauffälle), hat sich 2015 gegenüber dem Vorjahr nicht nur die Zahl der Veräußerungsfälle erhöht. Die insgesamt verkaufte Fläche ist von 25 263 ha im Jahr 2014 auf 33 079 ha im Jahr 2015 (+30,9 %) gestiegen. Der dabei erzielte durchschnittliche Kaufwert erhöhte sich ebenfalls deutlich von 10 096 auf 12 407 €/ha (+22,9 %). Damit setzte sich der seit 2005 zu beobachtende Trend steigender Kaufwerte für landwirtschaftliche Grundstücke fort.


Der Anteil der landwirtschaftlich genutzten Fläche an der verkauften Fläche insgesamt hat sich mit 98,9 % gegenüber dem Vorjahr kaum verändert (2014: 98,6 %). Es wurden 2015 für landwirtschaftlich genutzte Flächen mit einem durchschnittlichen Kaufwert von 12 549 €/ha ebenfalls 22,5 % mehr als im Jahr 2014 (10 241 €/ha) erzielt. Die Fläche je Veräußerungsfall stieg von durchschnittlich acht  Hektar im Jahr 2014 auf neun  Hektar im Jahr 2015. Wie in den Jahren zuvor wechselten bei nahezu allen Verkäufen (99,1 %) Grundstücke ohne Gebäude und ohne Inventar den Eigentümer. Die Anzahl der Verkäufe und die dabei erzielten Kaufwerte fielen regional sehr unterschiedlich aus. Die meisten Verkäufe von landwirtschaftlichen Grundstücken wurden in den Kreisen Märkisch-Oderland (394 Verkäufe) und Uckermark (386 Verkäufe) registriert. Die wenigsten gab es in den kreisfreien Städten. Der mit Abstand höchste durchschnittliche Kaufwert je Hektar wurde 2015 erneut im Landkreis Uckermark (17 972 €) erzielt. Ebenfalls überdurchschnittlich hohe Kaufwerte gab es in den Kreisen Märkisch-Oderland (14 722 €), Ostprignitz-Ruppin (13 696 €) und Prignitz (13 587 €).

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