Antibiotika in der Tierhaltung

14.08.2017

© Sabine Rübensaat

Strikte Vorgaben gibt es für die Behandlung mit Antibiotika.

Brandenburgs Bauern übernehmen täglich Verantwortung für Tausende Tiere im Land. Egal ob Rind, Schwein oder Geflügel, kleine oder große Tiergruppen: nährstoffausgewogenes und bedarfsgerechtes Futter, moderne Haltungsbedingungen und ein engagiertes Management sichern nicht nur die Gesundheit der Tiere, sondern auch die Leistung und damit auch die Wirtschaftlichkeit. Gerade in Sachen Tiergesundheit und Tierwohl liegt Brandenburg im Vergleich ganz klar auf einem der Spitzenplätze.


Trotz bester hygienischer Haltungsbedingungen kommt es jedoch immer wieder vor, dass Krankheiten auftreten. Im Falle unumgänglicher Behandlung mit Antibiotika erfolgt diese immer erst nach einer gestellten Diagnose und einer Verordnung des Medikaments durch den Tierarzt. Dabei sichern die rechtlichen Vorgaben eine lückenlose Dokumentation der Anwendung bis hin zum Einzeltier. Klar vorgeschrieben sind hier die Wartezeiten zwischen Verabreichung von Medikamenten bis zum möglichen Schlachten der Tiere.


LBV-Präsident Henrik Wendorff: „Die Reduzierung des Antibiotikaeinsatzes in der Tierhaltung ist eine der komplexesten Aufgaben, die vor uns stehen. Wir haben bereits gute Erfolge erzielt, die reichen jedoch noch nicht aus. Die Einsatzstrategie von Antibiotika in der Tier- und Humanmedizin muss hierbei gemeinsam betrachtet werden“, so Wendorff.


In aktuellen Diskussionen wird zum Teil versucht, die Tierhaltung in ein schlechtes Licht zu rücken. So wird beispielsweise die Behandlung von Infektionskrankheiten mit Antibiotika von Tieren in Gruppenhaltung skandalisiert. Völlig ausgeblendet wird dabei aber, dass der Einsatz auch dieser Arzneimittel völlig transparent, unter tierärztlicher Aufsicht und nur nach zwingender Notwendigkeit bei fehlenden Alternativen erfolgt.


Zur weiteren Verbesserung des Tierwohls kann nur eine sachliche und lösungsorientierte Diskussion zielführend sein. Dass sich die Brandenburger Landwirte auch auf Landesebene aktiv einbringen und zu Veränderungen bereit sind, zeigt deutlich die konstruktive Mitarbeit am „Tierschutzplan Brandenburg“, der zum Jahresende fertig sein soll.

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