Agrarumweltmaßnahmen

14.04.2016

© Sabine Rübensaat

Agrarumweltmaßnahmen: Zahlungstermin noch offen

Brandenburgs Bauern führten im Jahr 2015 auf 360 000 ha auf vertraglicher Basis Agrarumweltmaßnahmen wie Grünlandextensivierung oder ökologischen Landbau durch. Damit haben die Landwirte die Biodiversität gesteigert, aber auch höhere Bewirtschaftungskosten in Kauf genommen und auf Erträge verzichtet. Im Gegenzug stehen ihnen dafür vertraglich zugesicherte Zahlungen zu, die jedoch noch nicht geleistet sind und für die das Landwirtschaftsministerium auch noch keinen Termin nennen konnte. Dies stößt bei den Landwirten auf Unverständnis. Schließlich verpflichteten sie sich bereits Ende 2014 dazu, die Leistungen für die nächsten fünf Jahre zu erbringen.
„Gerade angesichts der sehr schwierigen wirtschaftlichen Lage wird jetzt jeder Euro dringend gebraucht“, so Henrik Wendorff, Präsident des LBV. Umso unverständlicher sei es, wenn dann vier Monate nach Ablauf des ersten Vertragsjahres noch kein Zahlungstermin für die bereits erbrachten Leistungen genannt werden könne.


Bereits auf dem Landesbauerntag in Falkenberg wurde das Thema angesprochen und wurden Antworten erwartet, die jedoch ausblieben. Wenn die wachsenden bürokratischen Anforderungen der EU zu immer komplizierteren Verfahren führen, muss das Land sich entweder für einen Bürokratieabbau stark machen oder deutlich mehr Personal einstellen, um die Anforderungen auf Dauer leisten zu können. Die Landwirte, so Wendorff, dürften jedenfalls nicht für das Mehr an Bürokratie bestraft werden und ewig auf die Bezahlung ihrer Leistungen warten müssen.

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