Afrikanische Schweinepest

27.09.2018

Wildschwein © Sabine Rübensaat

Die Afrikanische Schweinepest hat mit dem Ausbruch beim Schwarzwild Mitte September in Belgien einen sehr großen Sprung nach Westen gemacht. „Dies bestätigt unsere Einschätzung, dass wir zu jedem Zeitpunkt mit dem Eintrag der Schweinepest in die Schwarzwildpopulation, beispielsweise über das unachtsame Entsorgen von kontaminierten Lebensmittelabfällen, rechnen müssen. Die Risikolage für Brandenburg bezüglich der Einschleppung ist somit unverändert hoch.“ Dies erklärte Verbraucherschutzminister Stefan Ludwig am 14. September in Potsdam.  

 

Auf diese Bedrohungslage haben sich nach Information des Ministeriums die Veterinärbehörden des Landes eingestellt und bereiten sich seit Längerem auf den Ernstfall vor. An erster Stelle steht jedoch die Verhinderung der Einschleppung und die Früherkennung eines möglichen Falles der Afrikanischen Schweinepest. Dabei spielt die Sensibilisierung und Information der Jäger, der Schweinehalter und der breiten Öffentlichkeit über die drohende Gefahr und die möglichen Einschleppungswege der Afrikanischen Schweinepest eine zentrale Rolle. 

 

Der Bekämpfungserfolg eines möglichen Ausbruchs der Seuche im Schwarzwildbestand wird wesentlich vom Zeitpunkt der Erkennung bestimmt. Besonders wichtig ist die Information der Menschen, die aus den von der Afrikanischen Schweinepest betroffenen Regionen nach Brandenburg reisen. In einer mehrsprachigen Aufklärungskampagne hat das Verbraucherschutzministerium über die Risiken der Verbreitung informiert. Dabei ist die wesentliche Botschaft, dass Speisereste in die dafür vorgesehenen verschließbaren Müllbehälter gehören. Zugleich ist unbedingt zu gewährleisten, dass aus von der Afrikanischen Schweinepest betroffenen Gebieten keine fleischhaltigen Lebensmittel mit nach Brandenburg gebracht werden.

 

Zur Früherkennung führt das Land Brandenburg ein Monitoring-Programm durch, das sich insbesondere auf die Untersuchung von tot aufgefundenen Wildschweinen stützt. Seit Januar 2018 wird eine Aufwandsentschädigung für die Probennahme bei tot aufgefundenen Wildschweinen von 30 € an Jäger gezahlt. Zum Schutz der Hausschweine ist die strikte Einhaltung der Biosicherheitsmaßnahmen in den schweinehaltenden Betrieben zu gewährleisten. Die Anforderungen sind in der Schwei­nehaltungshygieneverordnung geregelt, teilte das Verbraucherschutzministerium mit.

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