25-jähriges Bestehen pro agro

27.06.2017

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Vor 25 Jahren wurde der Verband pro agro gegründet. Auf der Festveranstaltung  am 16. Juni in Paaren im Glien gedachten die Mitglieder und Gäste mit einer Schweigeminute zunächst ihres vor wenigen Tagen verstorbenen früheren Ehrenvorsitzenden und Mitbegründers Dr. Peter Kretschmer. In ihren Grußworten blicken die Redner, der langjährige Vorstandsvorsitzende des Verbands pro agro, Manfred Memmert, seine Nachfolgerin Hanka Mittelstädt, Ministerpräsident Dietmar Woidke und Agrarminister Jörg Vogelsänger vor allem auf ein Vierteljahrhundert Verbandsgeschichte zurück und würdigen die Arbeit der größten Interessenvertretung des ländlichen Raums in Brandenburg.


Am 16. Juni 1992 wurde am Sitz des Instituts für Getreideverarbeitung in Bergholz-Rehbrücke, das Peter Kretschmer von der Treuhand erwerben konnte, pro agro – Verband zur Förderung der Agrar- und Ernährungswirtschaft des Landes Brandenburg e.V. – gegründet. Zunächst war dies ein Zusammenschluss, der vor allem von klein- und mittelständischen Unternehmen der Nahrungsgüterbranche und von agrarwissenschaftlichen Einrichtungen geprägt wurde. Nach Jahren bereits enger Kooperation erfolgte in Bergholz-Rehbrücke am 17. Mai 2003 die offizielle Fusion von pro agro mit dem Verein Landurlaub in Brandenburg und dem Verein zur Förderung der Direktvermarktung in Berlin-Brandenburg.


Seitdem firmiert der Verband zwar unter demselben Kurznamen, aber mit neuem Motto als Verband zur Förderung des ländlichen Raumes in Berlin und Brandenburg. In der größten Dachorganisation für den ländlichen Raum sind neben Unternehmen der Land- und Ernährungswirtschaft auch die großen berufsständischen Vertretungen der Bauern im Land dabei.

 

Landurlaubsanbieter, Landgasthöfe und Reiterhöfe finden hier zum Erfahrungsaustausch und gemeinsamer Vermarktung zusammen – der Grund, warum pro agro alljährlich auch die Brandenburger Landpartie ausrichtet. Aktuell zählt der Verband 345 Mitglieder, darunter Unternehmen der Land- und Ernährungswirtschaft, Direktvermarkter, Landwirte, Gärtner, Fischer, Handwerksbetriebe, berufsständische Verbände und Vereine, Landgasthöfe, Pferdehöfe, Institutionen. Sitz des Verbands ist inzwischen der Märkische Freizeitpark im havelländischen Paaren/Glien.


Das Land unterstützt die Arbeit des Verbands. Im Ergebnis eines EU-weiten öffentlichen Vergabeverfahrens nimmt der Verband pro agro Aufgaben im Bereich Agrarmarketing für land- und ernährungswirtschaftliche Erzeugnisse und landtouristische Angebote für das Land Brandenburg wahr. Vogelsänger: „Wenn wir heute in Brandenburg insgesamt stolz auf die Entwicklung unserer Agrar- und Ernährungswirtschaft sein können, dann ist dies nicht zuletzt ein Verdienst des Verbands, der gerade in den ersten Jahren nach dem Mauerfall mit seinen Aktionen im Lebensmittelbereich, seinen Initiativen zu mehr Transparenz und  Qualität und seinem Einsatz bei den Qualitätsprogrammen einen wesentlichen Anteil daran hat, dass ostdeutsche Lebensmittelmarken wieder den Weg in die Regale und zu den Verbrauchern gefunden haben. Ich erinnere an die Präsentationen mit Verbandsmitgliedern von Anfang an in der Brandenburg-Halle auf der Internationalen Grünen Woche oder auch an die Brandenburger Landpartie, um nur einige der bekanntesten Formate zu nennen, die bis heute über den Agrarbereich hinaus wesentlich zu einem positiven Bild unseres Landes beitragen.“


In den 90er Jahren wirkten Agrarprodukte made in Brandenburg wie die Spreewaldgurke, der Peitzer Karpfen, Beelitzer Spargel oder die Kartoffelsorte Adretta oft als Türöffner, um auf weitere Potenziale des Landes Brandenburg aufmerksam zu machen. Das konsequente Konzept der regionalen Vermarktung bei allen Veranstaltungsformaten von pro agro war und  ist erfolgreich. Bei Regionalprodukten, ob bio oder konventionell, gibt es heute eine große Nachfrage.

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