2. Brandenburger Spinnmeisterschaften

30.07.2012

Meister(innen)leistung: Manuela Walther (r.) spann den längsten Faden. Foto: Manfred Drössler

Blüthen. In der Prignitzgemeinde Blüthen wurden kürzlich die 2. Brandenburger Spinnmeisterschaften ausgetragen. Die zwei Dutzend Teilnehmerinnen standen vor der Aufgabe, innerhalb von 60 Minuten aus 60 Gramm Schafwolle den längsten Faden zu spinnen. Die 41-jährige Manuela Walther aus Lanz bei Lenzen schaffte 233,38 m, Platz zwei belegte Ilse Kowallek aus Kummer/Ludwigs­lust mit 190,44 m, Rang drei ging an Angela Schlieper (Berlin) mit 181,12 m.


Dass Manuela Walther bestens mit Spinnrad und Wolle umgehen kann, beweist auch ihr Abschneiden bei den jüngsten Niedersächsischen Spinnmeisterschaften im Amt Neuhaus, wo die Vorsitzende des Prignitzer Kunsthandwerkervereins ebenfalls den 1. Platz belegte. Ilse Kowallek wiederum war bereits bei einer vorangegangenen Prignitzer Spinnmeisterschaft in Blüthen als Siegerin erfolgreich. „Ich habe das Spinnen von meiner Mutter gelernt“, erzählte die heute 73-Jährige. Jüngste Teilnehmerinnen in Blüthen waren die 14-jährigen Anna Walther (Lanz) und Theresia Winter (Strigleben).

 

Eingebunden war der Wettbewerb, zu dem die Teilnehmerinnen auch vom Niederrhein angereist waren, in ein Wollfest. Zuschauen konnten die Besucher nicht nur beim Spinnen, sondern auch beim Schafscheren, ebenso gab es Lamm am Spieß. Der Prignitzer Schäferverein bot zudem seinen Mitgliedern eine regionale Zuchtveranstaltung an, auf der sie ihre Tiere auf Zuchttauglichkeit hin beurteilen lassen konnten. Fünf Schafhalter nutzten die Gelegenheit und ließen 20 Tiere in sechs Rassen bewerten. Manfred Drössler

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr