Landmaschinen im 265-Punkte-Check

Bei der Ernte muss alles glatt laufen. Das Unternehmen TWL in Südbrandenburg prüft daher Mähdrescher und Häcksler nach einem ausgeklügelten Plan. Die Bauernzeitung war mit der Kamera dabei.

Von Jörg Möbius (Text) und Sabine Rübensaat (Foto und Video)

Direkt am Betriebsgelände der Technischen Werkstätten Langengrassau (TWL) führt die Bahnlinie Berlin-Dresden vorbei. Langengrassau liegt etwa in der Mitte zwischen diesen beiden Städten als Ortsteil der Gemeinde Heideblick im Landkreis Dahme-Spreewald. Schon beim Abbiegen von der Straße zeigen Maschinen am Zaun des weitläufigen Geländes, dass hier vor allem Landtechnik von Claas verkauft und betreut wird.

„Wir sind B-Händler des Technik-Centers Grimma“, erklärt Geschäftsführer Roberto Kühne. „Auch bei vielen anderen Landmaschinenfabrikaten wie Amazone, Väderstad, Agrifac, BSA, Bergmann, Kverneland, Rauch und Kerner ist unser Gebiet mit Grimma abgestimmt. Bei Hofladern allerdings gehen wir einen anderen Weg und sind A-Händler für Weidemann mit einem eigenen Gebiet.“

Das Unternehmen entstand 1990 aus dem Technikbereich des Volkseigenen Gutes Langengrassau. Sieben Gesellschafter der neuen GmbH, die alle vorher im Gut beschäftigt waren, erwarben das Areal von der Treuhand. Die dahinter liegende landwirtschaftliche Betriebsstätte und Ställe wurden ebenfalls von ortsansässigen Landwirten erworben.


Foto-Rundgang durch die Werkhallen der TWL


Von Anfang an war es ihr Bestreben, das landtechnische Unternehmen mit weiteren Geschäftszweigen zu diversifizieren. Das hält Arbeitsplätze und in gewissem Umfang können Arbeitskräfte ausgetauscht werden. Neben der Innenwirtschaft (BouMatic) ist in erster Linie der Stahlbau mit Hallen-, Dach- und Fassaden- sowie Apparatebau zu nennen. Der gut ausgestattete Agrarshop mit Kärcher, Husquarna und Würth als wichtige Marken rundet das Angebot ab.

„Bilanziell erzeugen wir mehr Strom als wir verbrauchen“

Dazu kommt die Tochterfirma Tief- und Leitungsbau GmbH, deren Haupttätigkeit aus dem Namen hervorgeht. Das TWL-Einzugsgebiet erstreckt sich über sechs der großen Landkreise des Landes Brandenburg im Süden von Berlin.

Eine Niederlassung in Peitz bei Cottbus dient dortigen Kunden als Anlaufstelle, ein Meister ist für die Region zuständig. 42 Mitarbeiter sind momentan beschäftigt.

Fast jeder der elf Mechaniker hat ein eigenes Servicefahrzeug mit entsprechender Ausrüstung, die Meister natürlich auch. Da ist Kapital gebunden.

Es gibt bei TWL keine repräsentative Glasfassade, aber ordentlich modernisierte Gebäude mit Photovoltaikanlagen auf dem Dach und Heizenergie von der Biogasanlage des Landwirtschaftsbetriebes nebenan. „Bilanziell erzeugen wir mehr Strom als wir verbrauchen“, ist der Geschäftsführer berechtigt stolz. „Nachhaltigkeit, ein ordentliches Betriebsergebnis und lokales Engagement sind so unsere Leitbilder, die wir als Geschäftsführung verfolgen.“


Zwei Mähdrescher der Agrargenossenschaft Löberitz ernten im Jahr 2019 Winterweizen.

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Roberto Kühne ist Diplomwirtschaftsingenieur und Master of Business Administration (MBA) und hat vor zehn Jahren als Geschäftsführer die Nachfolge seines Vaters angetreten, der 1990 zu den Gründern des Unternehmens gehörte. Zum lokalen Engagement gehört auch die Zusammenarbeit mit der Gemeinde beim Brandschutz. In einer Garage der TWL steht ein Einsatzfahrzeug der Gemeinde. Tagsüber in der Woche sind viele Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr des Ortes zur Arbeit weg. Aber die Mitarbeiter der TWL sind da und von ihnen ist jeder zweite bei der Feuerwehr, so kann dann das Fahrzeug mit ihnen besetzt werden. …

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