Luxemburg/Lüneburg. Zum jüngsten Sortennachbau-Urteil des Europäischen Gerichtshofs (BauernZeitung 28/2012, S. 18) regt sich Widerstand. „Wir halten dieses Urteil für sehr fragwürdig, werden abwarten, wie es der Bundesgerichtshof in Karlsruhe umsetzt und es dann in der Beratung gegenüber den Bauern berücksichtigen“, so Georg Janßen (siehe Foto), Geschäftsführer der Interessengemeinschaft Nachbau und Bundesgeschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) dazu. Es sei nicht nachvollziehbar, wenn die Richter das Nachbau-Saatgut mit zertifiziertem Saatgut aus dem Handel gleichsetzen.
Unberücksichtigt bleibe auch, dass die Bauern zunehmend mit Bürokratie konfrontiert sind. So könne es bei den Angaben gegenüber der Saatgut-Treuhand unverschuldet zu Fehlern kommen. Daher gehe der Kampf um das uneingeschränkte Recht auf Nachbau von Pflanz- und Saatgut weiter. AgE/PI