Praktika im grünen Bereich

9.7.2012 08:58:50

Neuer Horizont

Für den hiesigen Partner, die Ländliche Erwachsenenbildung (LEB) mit Sitz in Weimar, betreut Federica Moro das internationale Projekt. Foto: Frank Hartmann
Auslandspraktika, selbst die von der Europäischen Kommission unterstützten, werden generell viel zu wenig genutzt. „Die grünen Berufe sind dabei im Besonderen unterrepräsentiert“, sagt Federica Moro. Für die gemeinnützige „Ländliche Erwachsenenbildung Thüringen“ (LEB) in Weimar betreut sie das Projekt „AQUAP“ (Attraktivität, Qualitätskontrolle und Anerkennung von Auslandspraktika im Grünen Sektor). Die LEB ist der deutsche Partner und legt den Fokus damit auf Thüringen. So steht die LEB im engen Kontakt mit der Fachschule in Stadtroda. Mit im Boot sind Organisationen etwa aus den Niederlanden, Italien, Ungarn, der Slowakei und der Türkei.

In den zurückliegenden Monaten entwickelten die Partner eine Datenbank (www. greenplacements.eu), die Jugendlichen und ihren Ausbildern die Möglichkeit bietet, sich direkt über das Angebot von Praktikumsplätzen zu informieren. Aus Sicht von Evelyn Sittig, die bei der LEB für EU-Projekte verantwortlich ist, war das Fehlen einer solchen Datenbank ein Hinderungsgrund, sich auf die Suche nach einem Praktikumsplatz zu begeben. Weil die Erfahrung zeige, dass die direkte Kontaktaufnahme zum Praktikumsbetrieb ein Hemmnis darstellt, hilft hier die LEB.

Natürlich können und sollen sich auch und vor allem Thüringer Landwirtschaftsbetriebe in der Datenbank anmelden, die einen ausländischen Praktikanten aufnehmen wollen.
Bei der LEB wird betont, dass die Plattform nur vermittelnden Charakter besitzt. Die Praktika inklusive der Anreise, Unterkunft und gegebenenfalls dem Praktikumsgeld machen der Auszubildene, der Fachschüler  oder der junge Facharbeiter bzw. ihre Betriebe selbst mit dem Partner aus. Über Fördermöglichkeiten kann man sich natürlich bei der LEB beraten lassen.
Weil der niederländische Partner das Projekt koordiniert, wundert es nicht, dass niederländische Landwirtschafts- und Gartenbaubetriebe bisher am stärksten vertreten sind. Aus Thüringen haben sich aber auch schon erste Betriebe registrieren lassen. Evelyn Sittig sagt, dass die Plattform noch ganz am Anfang steht und erst wachsen muss. Federica Moro, die aus Italien stammt und in Venedig Philosophie studierte, wird in den nächsten Monaten in Fach- und Berufsschulklassen das Projekt vorstellen. Betriebe oder Vereine können direkt mit der LEB Kontakt aufnehmen, um sich über das Projekt und die Modalitäten informieren zu lassen. BZ

www.greenplacements.eu;  LEB Weimar/Apolda, Tel. (0 36 43) 74 98 13 und (0 36 44) 61 91 09; www.th.leb.de (Europa)

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