Eichenprozessionsspinner
20.8.2012 11:29:19
Schädling gefährdet auch Alleen
© Sabine Rübensaat
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Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger: „ Wir müssen uns auf das kommende Jahr vorbereiten. Neben Innen- und Umweltministerium wollen wir Vertreter der betroffenen Kommunen mit dabeihaben, und auch die relevanten Bundesbehörden sollen eingeladen werden.“ Bisher habe der Bund den Einsatz des wirksamsten Mittels Dipel ES für Alleen aus der Luft untersagt und für den Wald stark eingeschränkt. Vogelsänger will Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner bitten, bis zum kommenden Jahr für eine Zulassung dieses bewährten Mittels zu sorgen. Ab kommendem Jahr soll dann der Schädling großflächig in Wäldern und Alleen aus der Luft bekämpft werden.
Der Eichenprozessionsspinner breitet sich seit mehreren Jahren in Deutschland aus und besiedelt außer dem Wald verstärkt auch Erholungs- und Siedlungsbereiche des Menschen. Die Larven (Schmetterlingsraupen) schädigen nicht nur Eichen. Brennhaare, die ab dem dritten Larvenstadium gebildet werden, führen bei Kontakt zu Hautirritationen, Augenreizungen, Atembeschwerden und pseudoallergischen Reaktionen. Aus Gründen des Gesundheitsschutzes und im Interesse des Waldschutzes wird eine nachhaltige und abgestimmte Bekämpfung des Schädlings immer notwendiger.
Betroffen sind vor allem die Landkreise Prignitz, Ostprignitz-Ruppin, Oberhavel, Havelland, Potsdam-Mittelmark, Teltow-Fläming, aber auch Teile von Dahme-Spreewald und Barnim. In den genannten Regionen sind sowohl Eichenbestände der Wälder als auch Alleen und Einzelbäume befallen.
Das Infrastruktur- und Landwirtschaftsministerium hat die Bekämpfung aus der Luft für die betroffenen Waldgebiete und Alleen beantragt. Für die Waldgebiete wurde Dipel ES mit Notfallzulassung und mit flächenmäßigen Einschränkungen vom Bund genehmigt. Der Landesbetrieb Forst Brandenburg hat in diesem Jahr den Eichenprozessionsspinner auf 770 ha aus der Luft bekämpft. Der Einsatz von Hubschraubern über Alleen wurde vollständig versagt. PI
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