Reale Landwirtschaft erleben

17.11.2015

© Claudia Schalla

Der Kuhstall mit Melkroboter im Betrieb Sudbrock in Groß Wüstenfelde hat 2014 viele Hofbesucher interessiert.

Wie werden Tiere gehalten? Warum muss der Landwirt Pflanzen schützen? Ist Pflanzenschutz schädlich für die Umwelt? Wo landet der Weizen, der auf unseren Feldern wächst? Es gibt viele Fragen rund um die Landwirtschaft. Und es wird viel über sie geredet, geschrieben und diskutiert, weil jeder meint, er könne mitreden. Häufig stehen der Landwirt und seine Arbeit dabei in keinem guten Licht.


Nur mit Informationen über die tägliche Arbeit und der Möglichkeit, Einblicke ins Geschehen der Landwirtschaftsbetriebe zu gewähren, können Landwirte das Vertrauen der Menschen in ihre Arbeit stärken und etwas gegen Vorurteile und Desinformationen tun. Dafür bietet sich keine andere Aktion so hervorragend an wie der „Tag des offenen Hofes“. 2014 zog es sage und schreibe 45 000 Besucher auf die Höfe im Land. Dem Berufsstand gelang damit ein Besucherrekord. Zum Vergleich: Die besucherstärkste Messe in Mecklenburg-Vorpommern, die MeLa in Mühlengeez, besuchen an vier Tagen knapp 70 000 Besucher.


An den vergangenen Erfolg wollen wir anknüpfen. Am Sonntag, 12. Juni 2016, möchten wir erneut von 10 bis 17 Uhr im ganzen Land die Tore landwirtschaftlicher Unternehmen öffnen. Interessierte sollen die Möglichkeit erhalten, sich ein eigenes Bild von der modernen Landwirtschaft zu machen und sich für das Leben und Arbeiten auf dem Lande zu begeistern. Ziel ist es dabei, den Besuchern eine große Vielfalt zu bieten und das gesamte Spektrum vorzustellen: konventionell und ökologisch wirtschaftende Höfe, Rinder-, ­Geflügelzucht, Milchproduktion, Schweinemast, Energiegewinnung und Ackerbau. In der Vergangenheit haben sich Betriebsführungen, Ackerrundfahrten, Quiz, Wettbewerbe und die Zusammenarbeit mit Partnern und lokalen Akteuren bewährt, sodass die Besucher einen erkenntnis- und erlebnisreichen Tag auf unseren Höfen verbringen konnten. Mindestens 20 Betriebe im Land sind herzlich eingeladen, sich am „Tag des offenes Hofes“ zu beteiligen.


Zugleich dient der „Tag des offenen Hofes“ dazu, bei jungen Leuten Lust auf landwirtschaftliche Berufe zu wecken. Die Landwirtschaft braucht engagierten Nachwuchs und bietet vielseitige und anspruchsvolle Berufe. Bewährter Medienpartner sind der Norddeutsche Rundfunk und die BauernZeitung. Mit Hörfunk- und Fernsehbeiträgen wird der Sender den „Tag des offenen Hofes“ begleiten und im Vorfeld bereits alle teilnehmenden Betriebe vorstellen. Am Tag selbst werden bekannte Moderatoren auf ausgewählten Höfen den Verlauf unterstützen.


Bis zum 18. Dezember können sich interessierte Betriebe bei ihren Kreis- und Regionalbauernverbänden anmelden. Die Unternehmen werden bei der Vorbereitung der Aktion von ihren Regionalverbänden und dem Landesverband unterstützt.

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