Agrarförderung
Kommission fordert Gelder zurück
Brüssel. Im Rahmen der turnusmäßigen Rückforderung unsachgemäß verwendeter Agrargelder durch die EU-Kommission haben die Mitgliedstaaten 2010 insgesamt 265 Mio. € nach Brüssel zurückzuführen. Deutschland kommt dabei vergleichsweise glimpflich davon: Wegen Fehlern bei der Anerkennung von Erzeugerorganisationen, der Überschätzung von Produktionswerten und unzulässigen Zahlungen an Obstbauern soll Berlin 6,9 Mio. € an den EU-Haushalt zurücküberweisen. Weitere 2,5 Mio. € werden wegen von Versäumnissen bei der Flächenkontrolle und der Cross-Compliance fällig. Als Hauptsünder entpuppt hat sich 2010 allerdings Großbritannien. Auf das Land entfallen gut 71 % der beanstandeten Summen, weitere 13 % auf Nordirland. Als Gründe werden unter anderem Fehler bei der Identifizierung beihilfefähiger Flächen Schwächen bei den Kontrollen sowie falsche Berechnungen genannt. Auch Ungarn, Dänemark, Finnland, Luxemburg, die Slowakei, Slowenien und Spanien zählen übrigens zu den diesjährigen Subventionssündern. AgE
Foto: Sabine Rübensaat



