Erhebliche Waldschäden durch Orkan „Xynthia“

Erfurt. Am vergangenen Wochenende richtete das Orkantief „Xynthia“ in Thüringen schwere Schäden an. Im Agrarministerium rechnet man ersten Schätzungen zufolge mit bis zu 100.000 Festmeter Holz, das dem Sturm zum Opfer fiel. Auf den Hochlagen des Thüringer Waldes und der Rhön erreichte der Wind Geschwindigkeiten von über 120 km/h. Die Windrichtung Süd-West, aus der Thüringen von Xynthia heimgesucht wurde, deckt sich mit der nahezu aller größeren Schadereignisse der letzten Jahrzehnte. Daher wurden am vorigen Wochenende erneut die Waldareale der Forstämter Bad Salzungen und Marksuhl besonders schwer betroffen, wo die Fichte die vorherrschende Baumart ist. Die betroffenen Gebiete waren zu Wochenbeginn noch unzugänglich. Sollten sich die geschätzten Zahlen bestätigen, entspräche dies etwa zehn Prozent des Holzeinschlages im Staatswald in einem Jahr, so das Ministerium. Im Vergleich zu den Schadholzmengen, die der Orkan „Kyrill“ 2007 verursachte, ist dies ein Zwanzigstel. BZ
Foto: Herbert Schmidt