Zertifizierung startklar

Berlin. Das neu entwickelte „Internationale Nachhaltigkeits- und Kohlenstoffzertifizierungssystem“ (ISCC) erhielt Mitte Januar eine vorerst auf ein Jahr befristete Zulassung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE). Es hilft, bei der Herstellung von Biobrennstoffen und Biokraftstoffen eine nachhaltige Produktionsweise sicherzustellen. Nur bei Einhaltung dieser Bedingung kann die Produktmenge nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gefördert, auf die nationale Biokraftstoffquote angerechnet oder als Reinkraftstoff einem ermäßigten Steuersatz unterworfen werden. Nach eingehender Prüfung können die an der Biomasse-Lieferkette beteiligten Unternehmen nun Zertifikate erhalten, die ihr Produktionssystem dokumentieren. Der Endvermarkter stellt dann einen Nachhaltigkeitsnachweis für das in Verkehr gebrachte Produkt aus. Die Zertifikate werden von Zertifizierungsstellen erteilt – beide müssen behördlich anerkannt sein. Die Akkreditierung der Prüfstellen und die Schulung von Personal laufen derzeit an. Eine erste positive Würdigung erfuhr das neue System durch die parlamentarische Staatssekretärin im Bundeslandwirtschaftsministerium, Julia Klöckner. Sie sprach von einem Meilenstein: „Deutschland hat hier bei der Umsetzung europäischen Umweltrechts eine Vorreiterrolle eingenommen.“ AgE
Foto: Sabine Rübensaat